25. April 2010 um 17:00 Uhr • Wilhelm-Fabry-Museum Hilden
Susanne Hille und Gerhard Ferenschild
ParliOcanto präsentiert
Komm trost der Nacht ...
Ein literarisch-musikalisches Panorama zum Fabry-Jahr
Die hundert Jahre von 1550 – 1650, in die das Leben des Guilhelmus Fabricius fällt, sind eine Zeit des dynamischen Umbruchs.
Der Streit um den rechten Glauben, der im Exzess des Dreißigjährigen Krieges seinen traurigen Höhepunkt findet, beherrscht das Leben der Menschen.
Susanne Hille
Der Aberglauben regiert in Folterkellern und auf brennenden Scheiterhaufen für Hexen und Ketzer ebenso wie im Vatikan. Die Wissenschaften stehen am Anfang ihrer dynamischen Entfaltung und schicken sich, noch recht zaghaft, an, neue, in Konkurrenz zur Kirche tretende Paradigmen zu entwickeln. Bildende Kunst, Musik und Literatur entfalten sich in stilprägenden Meisterwerken, die auch heute der Bewunderung eines breiten Publikums sicher sein dürfen.
Die Vielfalt und häufig staunenswerte Aktualität der Programminhalte werden mit den Epochentiteln Renaissance, Reformation, Humanismus und Barock, die eine Einheit suggerieren, die nie existiert hat, nur sehr ungenau wiedergeben.

Komm Trost der Nacht ...

Gerhard Ferenschild
möchte Sie in diesen sowohl fernen, aber auch häufig überraschend nahen und faszinierenden Kosmos eintreten lassen. Dabei sind die oben angesprochenen hundert Jahre nur als grobe Orientierung zu verstehen, da es hier und da kleine Komplettierungen gibt. Dennoch bleibt dieses Panorama bruchstückhaft, genau so wie jede Zeit ihre Zerrissenheiten und Zersplitterungen in sich trägt.
Lassen Sie sich überraschen und lauschen Sie der Musik von u.a. Henry Purcell, Claudio Monteverdi, Heinrich Schütz, Adam Krieger, Heinrich Albert sowie Johann Sebastian Bach und hören Sie epische, dramatische, lyrische und dokumentarische Texte von Michel de Montaigne, Martin Opitz, Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen, Friedrich von Spee, Angelus Silesius, René Descartes etc., präsentiert und vorgetragen von Susanne Hille, Gerhard Ferenschild und Christoph Klein.


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