Edles Buch spiegelt Gedanken zu Wilhelm Fabry

„Medizin und Ästhetik“, die künstlerische Annäherung an Wilhelm Fabry von Professor Henning Eichinger, gibt es jetzt gedruckt: im imposanten Din-A3-Format, eingebunden in hochwertigen Karton, gekennzeichnet mit den ausstellungstypischen Farben Schwarz und Rot.

von Uli Schmidt
Quelle: Rheinische Post, Montag, den 22. März 2010
Henning Eichinger beim Kunstcafé mit Fabry-Porträtvorlagen.
Mit Stolz konnte der Künstler im Rahmen des 14. Kunstcafés im Museum sein Buch zur Ausstellung präsentieren. Kein Geringerer als Hansjörg Brucklacher, ein internationaler Designer, der mit Norman Foster zusammen arbeitet, hat den beeindruckenden Band mit 60 kleinformatigen Bildern gestaltet.

Angebot zum Nachblättern
Auf diese Weise findet jeder der von Eichinger postkartengroß gestalteten Gedanken zu Fabry Raum auf einer eigenen Seite. Entstanden ist ein ästhetisches Angebot zum Nachblättern, auch für spätere Generationen, die wissen möchten, was man anno 2010 zum 450. Geburtstag über den berühmten Chirurgen aus Hilden dachte.
Noch bis zum 5. April hängen die 60 Bilder, die der Kunstband in selten originärer Drucktechnik wie zum Anfassen auf Einzelseiten abbildet, gleichberechtigt in hellen Holzrahmen und einheitlichem Passepartout über- und nebeneinander wie eine moderne, künstlerisch gestaltete Biografie des Wundarztes.

Erlös ist für das Museum bestimmt
Geschildert hat Eichinger aus der Sicht eines Menschen von Heute, der sich neben seiner Profession als Lehrer an der Fakultät für Textil und Design in Reutlingen seit zehn Jahren als Künstler mit den scheinbaren Gegensätzen von Kunst und Wissenschaft beschäftigt und auf Fabry als Thema stieß. „In der Polarität zwischen dem alten und dem modernen Chirurgie-Verständnis, dem damaligen und dem heutigen Umgang mit dem Körper, siedle ich meine künstlerische Arbeit an.“
Eichinger hat fotografiert, er hat reproduziert, gezeichnet, gemalt, geklebt, um daraus, wie er sagt, eine Art Tagebuch zu machen, das seinem verinnerlichten Bild des vor 450 Jahren geborenen Guilhelmus Fabricius entspricht.
Das ist jetzt nicht nur für Sammler hochwertiger Kunstbücher in einer einmaligen Auflage von 100 Stück zum Preis von 220,- Euro im Fabry-Museum zu kaufen. Der Erlös kommt dem Museum zugute.


Abb.: Henning Eichinger beim Kunstcafé mit Fabry-Porträtvorlagen. Foto: Olaf Staschik
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