Der historische Markt


Historischer Markt
Zu einer Zeit, als die Medizin noch in den Kinderschuhen steckte und Quacksalber angebliche Wundermittel verkauften, machte ein Wundarzt aus Hilden von sich Reden, der als Begründer der modernen Chirurgie in die Geschichte eingehen sollte. Am Wochenende vom 25.-27. Juni ehrt die Stadt Hilden Wilhelm Fabry (1560-1634) mit einem historischen Fest aus der Zeit der Renaissance.

Schon von weitem macht der historische Markt seinem Namen alle Ehre: Dudelsackmusik ertönt, Schlüsselfiedeln und Harfen spielen - die Spielleute werden das Publikum ein ums andere Mal verzaubern. Rufe von Gauklern schallen über den Platz, treiben Schabernack und Jonglage. Auch ein Quacksalber versucht, seine wundersamen Mixturen unters Volk zu bringen.
 
Historischer Markt
Wer in die Tiefen des Marktes eintaucht, kann allerlei Historisches erleben und erstehen. Neben klassischem Räucherharzen wie Weihrauch und Myrrhe gibt es auch fertige Räuchermischungen mit klangvollen Namen wie „geistige Erfrischung“, „byzantinische Nacht“ und sogar „Liebeszauber“. Ob es hilft?

Für Liebe und Glück sollen auch geheimnisvolle Amulette und Talismane sorgen. Tragbare Sonnenuhren, filigraner Silberschmuck und edle Perlenketten werden ebenso feilgeboten wie ledergebundene Folianten, Kerzenleuchter, Schatullen, Edelsteine, Felle, Töpferwaren oder feine Leder- und Filzarbeiten. Viele Gegenstände werden während des Marktes und vor den Augen der Zuschauer in Handarbeit gefertigt.

Elegante Schreibfedern und Gänsekiele, Briefpapiere aus handgeschöpftem Büttenpapier, Siegel und Siegellacke lassen die Kunst des stilvollen Briefeschreibens aufleben. Immer mehr Besucher historischer Märkte möchten selbst aktiv als Gewandete in das Geschehen eintauchen. Kein Problem, von „selber machen“ bis „selber kaufen“ gibt es genug für jeden Geschmack und Geldbeutel.

Historischer Schwertkampf
Ein echtes Schwert zu besitzen, ist ein durchaus erfüllbarer Traum – für die Kleinen in Gestalt eines Holzschwertes, für die Großen in stählerner Ausführung.
Wer auf dem Markt ausreichend geschaut, gestaunt, gekauft und erlebt hat, kann sich im Anschluss stilecht mit Wildfleisch und Gemüse stärken. Süßes wie Herzhaftes wird geboten, von Grillfleisch bis hin zu süßen Fladen. Köstlicher Met erfrischt die Großen, für die Kindlein und Kutscher gibt es sprudelndes „Brunnen-Wasser“, Apfelsaft, oder den berühmten „maurische Bohnentrunk“ (Kaffee). Natürlich stehen neben dem klassischen „Hellen“ und „Dunklem“ auch verschiedene Bierspezialitäten zur Auswahl. Magische Elixiere dürfen an der Stätte selbstverständlich nicht fehlen, und so hören die feinen  Fruchtwein-Spezialitäten auf prachtvolle Namen wie „Drachenblut“, „Elfentau“, „Feengold“ oder „Koboldfeuer“. Die kulinarischen Besonderheiten runden den Markttag ab.
Ein ganz besonderes Flair entsteht, wenn bei Einbruch der Dämmerung hunderte von Kerzen und Öllampen den Markt in ein zauberhaftes Licht tauchen.

Darsteller und Akteure
Historischer Markt
Wahrsagerin Cara offenbart einen Blick in die Zukunft. Sie deutet die Karten und weiß, was ist, was war und was sein könnte.
Da ist Theo Theodor nicht weit, seines Zeichens Spaßmacher und Quacksalber. Mit Reimen und Zauberei versucht er seine wundersamen Mittelchen an den Mann zu bringen, die gegen allerlei Zipperlein helfen sollen von Fußpilz bis Haarausfall.
Ihn haben die Landsknechte natürlich scharf im Blick, die Schwertkämpfer der Gruppe Leones Pugnae werden mehrmals täglich die Tauglichkeit Waffen in dramatischen Schaukämpfen demonstrieren.
Märchenerzählerin Fabulix lässt Kinderaugen strahlen. Sie gibt Kindern und Erwachsenen einen Einblick in eine Zeit, in der man am Feuer den Geschichten lauschte. Und auch die Großen hören ihr gerne zu, denn zu später Stunde hat Fabulix auch „Märchen für Erwachsene“ parat.
Bei Rolf, dem Kinderschmied, dürfen Kinder (unter Aufsicht) einmal selbst das glühende Eisen formen und kleine Hufeisen schmieden – ein einmaliges Erlebnis für die Kleinen, und auch kleine Lederbeutel können gebastelt werden.
Gaukler Nils wirbelt Bälle und Keulen durch die Luft, während sich die Spielleute „A La Via!“ und „Fafnir“ mit Dudelsäcken und Trommeln Gehör verschaffen.

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