28. Januar 2010 • 19.30 Uhr • Wilhelm-Fabry-Museum
Heilung von Wunden in der deutschen Erzähldichtung des hohen Mittelalters
Vortrag von Prof. em. Dr. Barbara Haupt, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Heilung ist ein Grundbedürfnis des Menschen in seiner körperlichen Existenz.

Heilung
Die biologische Verletzbarkeit ist nur ein Teilaspekt der ‚Ganzheit’ des Menschen, den die moderne Anthropologie als ein ‚Mängelwesen’ beschreibt, welches auf das Vorhandensein und die Ausbildung einer Kultur angewiesen ist.

Die Literatur ist Teil einer Kultur, und da, wo die Literatur des hohen Mittelalters literarische Modelle von Heilungen entwirft, artikuliert sich ein Interesse am Menschen, der sich und seine Welt nicht als heil, aber auch nicht als unheilbar, sondern als immer wieder gefährdet versteht und der nach Chancen sucht, um seine Integrität zu erlangen oder zu bewahren.

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