16. November um 19.30 Uhr • Wilhelm-Fabry-Museum
Der Ahnherr der Hypnose - Franz Anton Mesmer zwischen Heilkunst und Scharlatanerie
Vortrag von Dipl.-Psych. Georg Milzner, Bönninghausen-Institut Münster

Die Hypnose wird von der modernen Forschung auf das Wirken Franz Anton Mesmers zurückgeführt, eines Arztes, der im ausgehenden 18. Jahrhundert beträchtliche Popularität genoss.
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Mesmer allerdings glaubte keineswegs, dass er auf psychischem Weg heile – er war davon überzeugt, eine Energieform entdeckt zu haben, den „animalischen Magnetismus“, deren Bewegtheit oder Stauung er für das Entstehen von Krankheiten verantwortlich machte.

Wer war dieser Mesmer, den einige für einen exzellenten Arzt, weit mehr aber für einen Scharlatan halten? Und der zumindest eins doch war, ein charismatischer Therapeut und wohl auch so etwas wie ein Modearzt? Und was ist von seinem Entwurf heute zu halten – war es wirklich die Suggestion, die Mesmer, ohne es zu merken, entdeckte? Oder fand er womöglich doch etwas ganz anderes?

Der Vortrag geht dem Wirken Mesmers nach und erkundet, was von seinem Erbe geblieben ist.


Porttrait Georg Milzner
Über den Referenten:
Georg Milzner, Dipl.Psych., unterhält eine Praxis für Hypnoanalyse im Bönninghausen-Institut für ganzheitliche Heilkunst in Münster. Zehn Jahre lang war er zuvor als Therapeut und Projektleiter am Institut für Hypnotherapie in Düsseldorf tätig und hatte Lehr- und Fortbildungsaufträge für Soziale Psychiatrie in Linz und Dresden inne. In dieser Zeit entstanden u.a. maßgebliche Entwürfe zur Hypnotherapie des Schmerzes und für eine neuartige Sicht der Psychose. Zur Zeit entwickelt er eine neue Theorie der Psychose, die im kommenden Jahr veröffentlicht wird. Von 1998 bis 2002 gehörte Milzner dem Vorstand der DGH an und war zwischen 1999 und 2003 Chefredakteur der "Suggestionen". Er ist Ausbilder der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Hypnose.


In Zusammenarbeit mit der
Evangelischen Erwachsenenbildung Hilden
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