26. September 2010 um 17.00 Uhr • Stadtbücherei Hilden
21. Hildener Tete-a-Tete
„Wunder der Barocklyrik – Shakespeares Sonette“
Kontrapunktiert von Bachs Zwei- und Dreistimmigen Inventionen
Peter Welk und Ludger Max sein

Beim 21. Hildener Tete-a-Tete wird Peter Welk auf bekannt-mitreißende Weise „Wunder der Barocklyrik - Shakespeares Sonette“ präsentieren.

Pezer Welk
Der Shakespeare-Übersetzer Markus Marti sieht in der berühmten Sonette-Sammlung des großen englischen Dichters und Zeitgenossen Wilhelm Fabrys einen „praktischen Führer für praktisch veranlagte Literaturverwender“. Nach dem Vorbild Erich Kästners fragt er: „Welches Sonett aus dieser Lyrischen Hausapotheke lässt sich wann verwenden?“ Und er bietet als Verwendungszweck beispielsweise an: „Frauen anbaggern, sofern man Willi heißt“ oder „Nachkommenschaft als Trick, Unsterblichkeit zu erlangen“ oder „Selbstbestätigung in allen Lebenslagen“.

Kein Werk der Weltliteratur wurde häufiger ins Deutsche übersetzt als Shakespeares Sonette. Hunderte Dichter und Möchtegernlyriker haben sich daran versucht. Auch Stefan George, der zu seiner Zeit Hochverehrte. Auch Karl Kraus, der Stefan Georges Arbeit verdammte und sich kurzerhand ans Schreibpult setzte und die 154 lyrischen Kostbarkeiten selbst nachdichtete.

Beim 21. Hildener Tete-a-Tete wird es zu künstlerischem Wettstreit auf allerhöchster Ebene kommen: Shakespeare kontrapunktiert von Johann Sebastian Bach, die Sonette lyrisch gespiegelt in den polyphonen Miniaturen, mit denen Bach eine „Aufrichtige Anleitung“ zu geben trachtete, dass den „Liebhabern des Clavires eine deutliche Art gezeiget wird, selbige wohl durchzuführen am allermeisten aber eine cantable Art im Spielen zu erlangen, und darneben einen starcken Vorschmack von der Composition zu überkommen.“

Musikalisch wird die Veranstaltung durch den Konzertpianisten Prof. Ludger Maxsein begleitet.

Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung von Stadtbücherei und VHS Hilden-Haan im Rahmen des Fabry-Jahres 2010.

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