20. Mai 2010 um 19.30 Uhr • Wilhelm-Fabry-Museum
Der Spiegel des menschlichen Lebens des Wilhelm Fabry von Hilden
Vortrag von Prof. Dr. Dr. Christa Habrich, Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt

Das Jahr 1613 brachte großes Leid über Wilhelm Fabry und seine Familie. Als er von einer Reise wieder nach Lausanne zurückkehrte, war in der Stadt die Pest ausgebrochen. Mehrere seiner Kinder erkrankten, zwei Töchter starben, die beiden Söhne wurden nach schwerer, monatelanger Krankheit wieder gesund.
Spiegel des menschlichen Lebens
Als reformierter Christ war Wilhelm Fabry ein sehr religiöser Mensch. Zu seinen Korrespondenzpartnern gehörten neben Medizinern auch Theologen. Fabry las nicht nur die Bibel und viele andere religiöse Texte, neben seinem medizinischen Werk hat er auch eine Reihe theologischer Schriften hinterlassen. „Geistliche Lieder und Gesänge“ (1616 und 1621), und sein Hauptwerk dieser Art, „Spiegel des menschlichen Lebens“ (1621) entstanden unter dem Eindruck der schweren Schicksalsschläge. Das Buch von über 460 Seiten ist in Versform verfasst und schildert den Lauf des menschlichen Lebens und seine Gebrechlichkeit mit zahlreichen Hinweisen auf biblische Stellen.
Der Vortrag stellt diese weniger bekannte Seite von Wilhelm Fabry vor und beleuchtet Fabry als religiösen Menschen in seiner Zeit zu Beginn des 30-jährigen Krieges.

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